Bugbear-Virus legt Rechner in Großbritannien lahm
Seit vergangener Woche breitet sich ein neuer, gefährlicher Internet-Wurm aus. Er trägt die Bezeichnung "Bugbear-A" (Schreckgespenst) und tauchte zuerst in Asien und Australien, wenig später auch in den USA auf. Seit dem Wochenende treibt er sein Unwesen nun auch in Europa. Vor allem die Rechnernetze in Großbritannien wurden lahm gelegt, während Deutschland weitgehend verschont blieb.
Zur Verbreitung benutzt der Wurm seit längerem bekannte Sicherheitslücken im Internet Explorer und in den E-Mail-Programmen Outlook und Outlook Express. Microsoft stellt seit geraumer Zeit Patches bereit, um diese Sicherheitslücken zu schließen, doch wie die rasante Ausbreitung des Wurms zeigt, wurden noch längst nicht alle diese Programme auf den neuesten Stand gebracht.
Bugbear-A verbreitet sich als Teil einer HTML-E-Mail mit den Attachments "Setup.EXE" und "3 July 2002.DOC.PIF". Konnte sich der Wurm erst einmal im System festsetzen, so sammelt er alle E-Mail-Adressen, um sich weiter zu verbreiten. Doch damit nicht genug: Es werden ebenso Passwörter und Kreditkartennummern gesammelt, und es wird eine Hintertür eingerichtet, mit der Hacker auf den befallenen PC zugreifen können. Besonders perfide ist die Möglichkeit des Wurms, Antiviren-Software und Firewalls zu deaktivieren.
Die Hersteller von Antiviren-Software haben schnell auf die neue Bedrohung reagiert. So bietet Symantec ein Gratis-Tool an, um den Wurm wieder zu entfernen.
Weitere Informationen und Downloads
- Informationen und Downloads von Microsoft
- Informationen über den Wurm von Symantec
- Gratis-Tool von Symantec entfernt den Wurm
09.10.2002 0