Microsoft überdenkt seine Haltung gegenüber Linux

In Microsofts Internal Linux Strategy Review, auch bekannt als die Halloween-Dokumente, überdenkt Microsoft seine bisherige Strategie gegenüber dem Linux-Betriebssystem. Auslöser war eine Umfrage zu den Themen Shared Source, Open Source, Linux und GPL (GNU Public License).

Im Zeitraum von Juli bis September wurden in den USA, Deutschland, Japan, Schweden, Brasilien und Frankreich Manager und IT-Profis telefonisch befragt. Ergebnis: 81% der Befragten haben Erfahrungen mit quelloffenen Programme, 77% davon mit Linux. 86% der Anwender würden Linux gegenüber Microsoft Windows favorisieren.

Die Umfrage stellt klar heraus, dass die Argumente geben Open Source nicht überzeugend genug sind. Vor allem die harte Kritik an GPL hätte sich negativ für Microsoft ausgewirkt. Auch würden nur 39% der Befragten einen Vorteil von Shared Source gegenüber Open Source sehen.

Als Konsequenz will Microsoft in Zukunft Open Source weniger hart kritisieren und noch mehr die Vorteile von Shared Source hervorheben. Auch mit dem Argument der Total Cost of Ownership (TCO) soll mehr für die eigenen Produkte geworben werden.

Die neue Strategie gelte vor allem für Europa, da z.B. in Frankreich Open Source sehr populär ist. Hier hatten sich 61% der Befragten zurückhaltend bis kritisch gegenüber Microsofts bisheriger Strategie geäußert und Linux den Vorzug gegeben.

Microsoft überdenkt seine Haltung gegenüber Linux 10.11.2002 0 Kommentare

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