Studie: Microsofts Lizenzpolitik verursacht höhere Kosten
In einer Studie der Yankee Group, die gemeinsam mit Sunbelt Software unter 1000 IT-Verantwortlichen durchgeführt wurde, gaben 60 Prozent an, dass Microsofts Lizenzprogramm "License 6" höhrere Kosten verursacht. Im Oktober 2001 hatten noch 80 Prozent der Manager mit steigenden IT-Kosten gerechnet.
Für die Differenz können zwei Gründe ausgemacht werden. Zum einen haben Großkunden mit Microsoft individuelle Verträge ausgehandelt und zum anderen hat Microsoft vielen Kunden kostenlose Zusatzdienste angeboten. Dadurch konnten die höheren Kosten teilweise kompensiert werden.
Seit der Einführung von License 6 im Sommer 2002 sind bei 22 Prozent der teilnehmenden Unternehmen die Kosten für Software um fünf bis zwanzig Prozent gestiegen, 16,8 Prozent verzeichneten einen Anstieg zwischen 20 und 30 Prozent und 7,5 Prozent der befragten Unternehmen gaben einen Anstieg von bis zu 50 Prozent an. Bei 14 Prozent der Unternehmen führte der Umstieg auf das neue Lizenzsystem zu noch höheren Kosten. Bei 6,8 Prozent verdoppelten sich die Ausgaben sogar.
Rund zwölf Prozent der Firmen gaben an, dass Ihre Ausgaben für Software gesunken seien, zum großen Teil um bis zu 20 Prozent. Bisher nehmen nur 38 Prozent aller Unternehmen an License 6 teil, bei License 5 waren es noch 42 Prozent. 72 Prozent aller Unternehmen kaufen ihre Vollversionen lieber nach Bedarf.
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24.03.2003 0